© SCHULE IM KOFFER 2020

IMPRESSIONEN

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Familie Niklaus mit 2 Kindern (4. und 5. Klasse) aus dem Kanton Zürich

Reisedauer: 4 Monate

Reiseländer: Kanada und USA

In welche Klassen gingen eure Söhne während der Lernbegleitung mit «Schule im Koffer»?
Unser älterer Sohn war in der 5. Klasse und stieg bei der Rückkehr in die 6. Klasse ein. Unser jüngerer Sohn war in der 3. Klasse und stieg bei der Rückkehr in die 4. Klasse ein. Wir reisten im Juni ab und kehrten im September zurück.

 

Wie verlief bei euch die Gesuchstellung zur Unterrichtsdispensation? An wen musstet ihr das Gesuch stellen (z. B. Schulleitung oder Schulpflege)?
Wir reichten das Gesuch bei den Lehrpersonen ein. Dieses wurde an die Schulleitung weitergeleitet. Da unsere Abwesenheit mehr als 12 Wochen dauerte, wurde es weiter an die Kreisschulpflege gereicht. Unser Gesuch wurde ohne weiteres bewilligt. Wir hatten nur die Auflage, dass der Schulstoff mit den Kindern durchgenommen werden muss. Auf das Angebot von «Schule im Koffer» sind wir erst später gestossen. Wir hatten mit dem Gesuch viel Glück und wissen, dass andere Familien mit viel grösseren Hindernissen zu kämpfen haben.

 

Welche Unterlagen und Lehrmittel habt ihr organisiert, bevor ihr auf «Schule im Koffer» gestossen seid?
Bei den Lehrpersonen unserer Kinder haben wir die Lernziele für die Zeit unserer Abwesenheit eingeholt. Das «Schule im Koffer»-Team konnte damit die Aufträge vorbereiten, so dass wir keine Lehrmittel mitnehmen mussten.

 

Wie wurdet ihr vor eurer Abreise durch «Schule im Koffer» vorbereitet?
Wir fuhren zwei Mal nach Bern für ein Treffen mit dem «Schule im Koffer»-Team. Beim ersten Mal ging es um allgemeine Fragen und um das gegenseitige Kennenlernen. Beim zweistündigen Briefing kurz vor der Abreise übten wir dann den Ablauf anhand von Übungsaufträgen direkt auf den iPads. Die Kinder konnten die Aufträge ohne Probleme auf den iPads erledigen und hatten keine Mühe, sich auf das neue Lernsystem einzustellen.

 

Was hattet ihr für die Arbeit mit «Schule im Koffer» auf eurer Reise mit dabei?
Ein iPad pro Kind, zwei leere Arbeitshefte pro Kind und zwei Schuletuis. Da sich unsere Kinder gegen das elektronische Tagebuch entschieden haben und uns schön gestaltete Reisetagebücher wichtig waren, nahmen wir noch Folgendes mit: Tagebuch, Klebstreifen und Leimstift, sowie Mini-Drucker mit Druckpapier (zum Fotos drucken).

 

Hatten eure Kinder auch während der Lernbegleitung «Ferien»?
Wir entschieden uns für weniger Lernstoff pro Woche, was gleichzeitig eine kürzere „Ferienzeit“ bedeutete. Für letztere wählten wir die zwei Wochen, die wir im Yellowstone Nationalpark verbrachten. Ein Grund für diese Entscheidung war, dass im Nationalpark die Internetverbindung nicht gewährleistet war.

 

Wie oft haben die Kinder pro Woche für «Schule im Koffer» gearbeitet? Wie lange dauerte durchschnittlich ein Auftrag?
Unsere Kinder lösten pro Woche sechs bis acht Aufträge. Wir erhielten die Aufträge wochenweise und konnten selber wählen, wann unsere Kinder diese lösten. In der Regel erledigten die Kinder zwei Aufträge pro Tag, was jeweils ca. 60 Minuten in Anspruch nahm.

 

Wie habt ihr «Schule in Koffer» zeitlich in eure Reise eingeplant?
Am einfachsten war es, die Aufgaben gleich am Morgen zu erledigen, damit wir nachher etwas unternehmen konnten (einen Ausflug zum Beispiel).

 

Wie haben die Lernaufträge zu eurer Reise gepasst? Gab es einen Auftrag, der euch in Erinnerung geblieben ist?
Die Aufträge waren sehr gut auf unsere Reise abgestimmt. Insbesondere die reisespezifischen Aufträge sind uns in Erinnerung geblieben. Unser jüngerer Sohn erzählte uns die Entstehungsgeschichte von Mickey Mouse im Disney World. Der ältere Sohn erklärte uns in Las Vegas, dass die Stadt von einem Spanier erbaut wurde. Fragen, die die Kinder über die Fussball-EM beantworten mussten, wurden aufbewahrt und bei der Rückkehr ihren Freunden gezeigt.

 

Was war anders an «Schule im Koffer» gegenüber dem regulären Schulunterricht?
Der grösste Teil der Arbeit wird auf dem iPad erledigt. Da jedes Kind seine eigene Lernbegleiterin hatte, war es Privatunterricht auf Distanz. Die Themen waren oft auf das aktuelle Geschehen und die Umgebung angepasst. Es wurde auf die Bedürfnisse und Interessen des jeweiligen Kindes eingegangen.

 

Wie verlief die Rückkehr eurer Söhne in die gewohnten Klassen?
Unser jüngerer Sohn hatte keine Probleme. Dem älteren Sohn hatte die Lernmethode von «Schule im Koffer» besonders zugesagt und er brauchte etwas Zeit, um sich wieder an den Frontalunterricht in der Schweiz zu gewöhnen. Bei «Schule im Koffer» konnte er sein eigenes Tempo bestimmen, ohne Zeitdruck in der Klasse. Wir entschieden uns deshalb, «Schule im Koffer» als Ergänzung zum regulären Schulunterricht in Form eines Förderabos beizubehalten.

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